Wie wirkt die Lymphdrainage?
Das Lymphsystem transportiert überschüssige Flüssigkeit aus dem Gewebe ab. Ist es überlastet oder verletzt, staut sich die Flüssigkeit und es entsteht eine Schwellung, ein sogenanntes Ödem.
Bei der manuellen Lymphdrainage arbeiten wir mit leichtem Druck und kreisförmigen Verschiebetechniken auf der Haut und dem Unterhautgewebe. So wird Gewebeflüssigkeit aus dem überlasteten Bereich in das Lymphgefäßsystem verschoben. Die Entstauung soll Spannungsgefühl und Schmerzen verringern und den Heilungsverlauf unterstützen.
Wann wird sie eingesetzt?
Die manuelle Lymphdrainage gehört zu den Therapieformen der Physiotherapie. Wir setzen sie vor und nach Operationen ein, bei Schwellungen nach Unfällen und Verletzungen sowie bei orthopädischen Erkrankungen, die mit einer Schwellung einhergehen. Eine wichtige Rolle spielt sie auch in der Nachbehandlung nach Tumoroperationen, wenn Lymphknoten entfernt wurden und sich Flüssigkeit im Gewebe sammelt.
Komplexe Physikalische Entstauungstherapie
Bei ausgeprägten Lymphödemen reicht die Lymphdrainage allein oft nicht aus. In der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE) wird sie deshalb mit einem Kompressionsverband, Bewegungstherapie und Hautpflege kombiniert. Die Kompression hilft, das Ergebnis der Entstauung zu halten.
Dauer und Verordnung
Wie lange eine Sitzung dauert, legt Ihre Ärztin oder Ihr Arzt auf der Verordnung fest. Bei der manuellen Lymphdrainage sind das 30, 45 oder 60 Minuten, auf dem Rezept als MLD-30, MLD-45 oder MLD-60 vermerkt. In unserer Praxis behandelt Sie Praxisinhaber Murat Yilmaz, seit 2009 Fachtherapeut für manuelle Lymphdrainage.
Bitte informieren Sie uns vor der ersten Behandlung über Ihre Vorerkrankungen. Bei akuten Entzündungen, einer frischen Thrombose oder einer nicht ausreichend behandelten Herzschwäche darf keine Lymphdrainage durchgeführt werden.